Welpentraining

 

 

Für die Welpen ist das Spielen in der Prägungs- und Sozialisierungsphase (bis 16 Wochen) von enormer Bedeutung. Spielen steht in diesem Alter an erster Stelle.

Der Welpe hat im menschlichen Sinne das Kindergartenalter erreicht. Er braucht den sozialen Kontakt zu seinen gleichaltrigen Artgenossen und zu den Menschen zur Entwicklung von Organismus und Verhalten. Das Gehirn entwickelt sich recht schnell und um so mehr er nun lernt desto besser ist es für ihn.. Die Welpen lernen mit verschiedenen Konfliktsituationen zu Recht zu kommen, die das tägliche Leben bietet.

 

Die im Welpenalter gemachten Erfahrungen haben prägenden Charakter für ein ganzes Leben. Hunde die als Welpen in positiver Weise viele Reizsituationen erleben konnten, sind später sichere Tiere. Für die Entwicklung des Welpen ist es daher wichtig, dass er in seinen ersten Wochen zahlreiche Umweltreize kennen lernt.

 

Je mehr Reize der Welpe kennen lernt, desto mehr Verknüpfungen der Nervenbahnen werden in seinem Gehirn angelegt. Die vielfältigen Reizsituationen geben dem Welpen Selbstvertrauen und Sicherheit im Umgang mit neuen Situationen.

 

Er soll die verschiedenen akustischen und optischen Reizquellen, Geräusche wie:

 

Straßenlärm, Hupen, Klingeln, Schreien, Knallen usw. kennenlernen.

 

Andere Tiere, Katze, Maus, Pferd usw. kennen und erkunden lernen.

 

Fremde Personen: kleine Kinder, alte Menschen, Menschengruppen, Jogger, Fahrräder, Mopeds, Autos, Pferde, Reiter usw.

 

Andere Umgebung: Straße, Stadt, Wald, Felder und Wiesen usw.

 

Verschiedene Gegenstände: Bälle, Stöcke, Schirme, Fahnen usw.

 

Verschiedene Bodenbeschaffenheiten: Folie, Bretter, Fliesen, Decken usw. kennenlernen.

 

Die ersten Kommandos von Steh, Sitz, Platz, Komm, sowie das Gehen an der lockeren Leine, sollten spielerisch erlernt werden.

 

 

Sie lernen, wie Sie Ihrem Welpen z.B. die Ohren säubern oder ihn auf den Rücken drehen, um einmal den Bauchbereich abzutasten, oder nach Parasiten wie Zecken usw. zu suchen oder ihn einfach zu bürsten oder zu kraulen.

 

Wichtig für jede Erziehung ist die Belohnung und Strafe. Es bedarf nicht immer eines Leckerlies, sondern die menschliche Zuwendung durch Worte, Streicheln, Ansehen ist von enormer Bedeutung.

 

Strafen müssen für den Hund artgerecht und verständlich sein. Es reicht manchmal ein Nichtbeachten des Hundes oder ein schlichtes nein. Damit der Welpe Belohnung bzw. Bestrafung versteht, muss sie unmittelbar nach der Handlung erfolgen (innerhalb von 0.....2 Sekunden).

 

Positive und negative sowie fehlende Erfahrungen in dieser Zeit nehmen auf das Verhalten des Hundes oft bleibenden Einfluss. 

 

Alle Familienmitglieder sind in der Gruppe herzlich willkommen, denn bei der Ausbildung sollten alle am gleichen Strang ziehen.

 

Es kommt in den ersten Lebensmonaten nicht

auf das perfekte Ausführen eines Befehles an,

sondern darauf, dass Hundeführer und Welpe eine

vertrauensvolle Bindung zueinander entwickeln.

  

Wichtige Tipps für die erste Welpentrainingseinheit

 

1. Halsband            -         normal, fest verschnallbar

2. Leine                  -         keine Flexi- oder Rollleine

3. Leckerechen      -         bitte von der täglichen Futterration abziehen

4. Spielzeug           -         zur Motivation

5. Handtuch           -         falls der Welpe einmal ausrutscht und wie ein Erdferkel aussieht

6. Kotbeutel           -         falls der Welpe vor lauter Begeisterung etwas fallen lässt

7. Wetterfeste Kleidung für Herrchen/Frauchen

8. Impfpass

9. Nachweis Hundehaftpflichtversicherung               

 

Hundesportverein Meiningen e.V.